Rheintal 10.01.2014 08:03:00

Anja trainiert für das Krönchen

Anja trainiert für das Krönchen
BALGACH. Anja Kovacic aus Balgach ist Ende Februar bei der letzten Runde des Miss-Schweiz-Castings dabei. Das junge Model sieht gute Chancen, von der Jury ins Finale gewählt zu werden - trotz ihrer erst 17 Jahre.
SERAINA HESS

Im Update Fitness in Heerbrugg, kurz nach 17 Uhr, setzen sich die ersten jungen Männer und Frauen an die Geräte, steigen auf den Hometrainer, stemmen Hanteln. Schönheit ist an diesem Dienstagabend hoch konzentriert. Mittendrin ist Anja Kovacic, 17 Jahre alt. Sie schlängelt sich zwischen den Leuten in ihren Nike AirMax zur Garderobe. Wir treffen sie fünf Minuten später in der Lounge zu einem Gespräch. IQ Option iqoption.tg/ Au Togolaise

Zwei- bis dreimal die Woche besucht sie das Fitness-Studio, trainiert Bauch, Beine, Po, 30 Wiederholungen, alles nochmal von vorn. Anja Kovacics Körper ist ihr Kapital. Dieses setzt sie nun voll und ganz auf das Schönheits-Business: Kovacic will Miss Schweiz werden, erhielt im Dezember das Ticket für die letzte Castingrunde.

Das Kribbeln bleibt

Die junge Frau ist im zweiten KV-Lehrjahr bei der Jacob Rohner AG in Balgach, ihrem Wohnort. Mit 16 bewarb sie sich bei der St. Galler Look Model Agency: 85-61-88, mit 172 Zentimetern zwei über der Mindestgrösse für die Aufnahme in die Kartei. Mittlerweile hat sie auf der Agentur-Homepage einen eigenen Internet-Auftritt. An Seminartagen lernte sie, wie man sich schminkt, wie man auf High-Heels geht, wie man sich als professionelles Model verhält.

Ihr erster Auftrag folgte, eine Modenschau an einer Messe in Zürich. «Ich war sehr aufgeregt, als ich den Catwalk entlangging. Alle schauten mich an, laute Musik, die Scheinwerfer auf mich gerichtet», sagt Kovacic. Das Kribbeln im Bauch blieb, mit jeder weiteren Show, mit jedem weiteren Shooting.

Am Telefon sagt Agenturleiter Marcel Weingartner das Gegenteil: «Anja war von Anfang an sehr selbstsicher. Sie wird überdurchschnittlich viel gebucht, weiss sich vor allem gut zu präsentieren. Mit Schönheit allein ist es in unserem Geschäft nicht getan.»

Kovacic achtet gut auf sich, ernährt sich meistens von Gemüse, raucht nicht, trinkt selten Alkohol. Findet sie sich schön?

«Meine Nase gefällt mir nicht so», weicht sie der Frage aus.

Sie muss sich wohl gefallen, wenn sie anstrebt, bei der Miss-Schweiz-Wahl dabei zu sein. Ihre Schwester habe sie angemeldet - sie habe nichts davon gewusst, sagt Kovacic. Eine Antwort, die schon fast so viel gegeben wurde, wie es Miss-Kandidatinnen gibt. «Es stimmt aber, ich war es», sagt ihre Schwester, Dragana Kovacic (24), «als Anja das erfahren hat, zögerte sie sogar. Ich war froh, dass sie doch am Casting teilnahm.»

Herkunft ist kein Problem

Dragana schätzt die Chancen ihrer Schwester gut ein - trotz des Namens, der auf ihre kroatische Wurzeln schliessen lässt. «Es gab auch einen Mister Schweiz mit einem Namen, der auf -ic endete». Anja, in Altstätten geboren, ist gut integriert, findet Dragana, sie war ein paar Jahre Mitglied im Turnverein.

Agenturleiter Weingartner ist sich sicher: Ihre Herkunft wird für sie kein Problem darstellen. Viel eher ihr zartes Alter: «Als Miss Schweiz muss man sich behaupten können, muss einem breiten Publikum gefallen. Dass sie erst 17 ist, könnte zum Handicap werden.»

Anja Kovacic macht sich in der Lounge des Fitness-Centers keine Sorgen darüber. Immerhin setzte sie sich beim St. Galler Casting mit vier weiteren jungen Frauen gegen 27 Mitstreiterinnen durch.

«Wenn die Show losgeht, bin ich sowieso schon 18», sagt sie, als wäre sie sich schon fast sicher, dass sie zu den Finalistinnen gehören wird.

 
 

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