Oberrheintal 15.12.2011 06:50:00

Stromprojekte kurz vor dem Start

Stromprojekte kurz vor dem Start
RÜTHI. Axpo und SBB bauen bei Rüthi je ein neues Unterwerk. Die SBB werden 2012 mit dem Bau beginnen. Für das Axpo-Werk ist die Bewilligung für die erste Bauetappe erteilt, die Gesuche für die Leitungseinführungen sind noch hängig.

Mit neuen Unterwerken im St. Galler Rheintal wollen Axpo und SBB Netz-Engpässe in der Ostschweiz beseitigen, das Transportnetz verstärken und das Störungsrisiko verkleinern. Beim Bau der benachbarten Anlagen bei Rüthi sollen zudem Synergien genutzt werden.

Anpassungen im Axpo-Projekt

Die Bewilligung für die erste Bauetappe des 380/220-kV-Unterwerks der Axpo ist erteilt und rechtskräftig. Das Plangenehmigungsverfahren für die zugehörigen 380/220-kV-Leitungseinführungen ist beim Bundesamt für Energie in Bearbeitung. Die Südeinführung der 380/220-kV-Leitungen von der Autobahn her in das neue Unterwerk muss in den nächsten Monaten neu aufgelegt werden, da gemäss neuesten Richtlinien der internationalen Rheinregulierung keine neuen Objekte im Bereich des Rheindamms gebaut werden dürfen. Die neue Linienführung weicht nur wenig vom ursprünglichen Verlauf ab.

Mit dem Bau des Unterwerks wird Axpo die Netzstruktur und damit die Versorgungssicherheit in der Ostschweiz entscheidend verbessern können. Heute werden die aus Norden, Osten, Süden und Westen kommenden Übertragungsleitungen über den Kreuzungsmasten im Rehag, rund einen Kilometer nordwestlich des vorgesehenen Unterwerks, geführt. Diese Leitungsführung soll entflochten und damit ein seit langem störender Netzengpass behoben werden.

SBB beginnen 2012 mit Zufahrt

Für das Projekt der SBB ist die Bewilligung für die erste Bauetappe des 132-kV-Unterwerks erteilt und rechtskräftig, ebenso die Bewilligung für die Südeinführung der zugehörigen 132-kV-Leitungen. Die SBB planen in den Jahren 2012 und 2013 den Bau dieser Anlagen. Als erster Schritt wird 2012 die Zufahrtsstrasse mit den Werkleitungen entlang dem Bahndamm erstellt. Die Westeinführung für eine weitere 132-kV-Leitung befindet sich zurzeit noch im Plangenehmigungsverfahren.

Auf dem Areal «In den Stöcken» neben dem künftigen SBB-Unterwerk sind bereits zwei Betonmasten errichtet worden. Sie sind Teil der Südeinführung. Ab März 2012 bis zur Inbetriebnahme des SBB-Unterwerks dienen sie der neuen 132/110-kV-Bahnstrom-Netzkupplung zwischen West-Österreich und Ostschweiz und ermöglichen damit eine wesentliche Verbesserung der Bahnstromversorgung in diesen Regionen.

Das neue Unterwerk bildet ein Kernstück des ostschweizerischen Bahnstromnetzes. Zusammen mit der Übertragungsleitung Gossau - Rüthi kann der Ostschweizer 132-kV-Ring von Gossau über Winkeln und Rüthi nach Sargans geschlossen werden.

Bau entspricht den Vorschriften

Zusätzlich wird mit der Rüthi -Feldkirch-Leitung die Kopplung zwischen den beiden Bahnstromnetzen der SBB und der ÖBB ermöglicht. Das SBB-Unterwerk ist direkt neben dem Axpo-Unterwerk vorgesehen. Im Sinne einer gesamtheitlichen Beurteilung wurde den Aspekten Raumplanung, Umweltverträglichkeit, Landschaft-, Gewässer-, Natur- sowie Heimatschutz bei der Planung der Unterwerke grosses Gewicht beigemessen. Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) wird beim Bauvorhaben strengstens eingehalten. (pd)

 
 

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