Regionalsport Rheintal 11.07.2011 06:33:00

Olympia-Qualifikation realistisch

Olympia-Qualifikation realistisch
In einem Jahr, am 27. Juli 2012, starten die Olympischen Sommerspiele in London. Die erste Hälfte des Jahres beweist, dass die Chancen von Nathanya Köhn für eine Qualifikation in der Rhythmischen Gymnastik gut stehen.

Nathanya Köhn, die Hälfte des Qualifikations-Jahres liegt bereits hinter Ihnen. Der Jahres-Countdown läuft - denken Sie bereits an die Spiele?

Nathanya Köhn: Das ist mir noch nicht so bewusst. Mein Fokus liegt auf der Qualifikation, die sich entweder im September an der Weltmeisterschaft in Frankreich oder, falls es noch nicht gereicht haben sollte, im Januar 2012 in der zweiten Ausscheidungsrunde in London entscheiden wird.

Alles deutet darauf hin, dass es mit der Qualifikation klappen wird.

Köhn: Es müsste schon sehr dumm laufen, aber man weiss ja nie. Optimal wäre es, wenn wir direkt qualifiziert würden. Die sechs besten Länder, zu denen wir uns auch zählen, turnen alle etwa auf dem gleich hohen Niveau.

Welche Länder, denken Sie, sind gesetzt?

Köhn: Israel, Weissrussland, Russland, Italien und vermutlich auch Bulgarien. Mit Japan, Frankreich, Aserbaidschan und Deutschland jassen wir Schweizerinnen wohl das letzte direkte Ticket für Olympia aus.

Wie funktioniert das Qualifikationsverfahren genau?

Köhn: Die sechs Besten gehen direkt nach London. Platz sieben bis zwölf werden nochmals an einem Test-Event in London geprüft, wobei dann zwei ausscheiden werden.

Wo liegt die Crux, wenn es im ersten Anlauf nicht klappen sollte?

Köhn: Dass sich die Teilnahme für die Olympischen Spiele an einem einzigen Wettkampf entscheiden würde. Es gab in der Vergangenheit schon vermeintliche Favoriten, die genau an der Tatsache scheiterten, dass die Tagesform dann entscheidet. Das wäre dann schon bitter.

Was gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie und Ihre Kolleginnen es schaffen werden?

Köhn: In erster Linie das harte Training. Ein Beispiel: Es heisst, wenn man eine Zeit lang nicht trainiert, könne dies eine Spanne von bis zu drei Plätzen bewirken. Gerade deshalb freue ich mich auch wieder sehr auf Magglingen, wo wir gemeinsam an unserem grossen Ziel weiterarbeiten können.

Training ist für Sie schon besser als Ferien?

Köhn: Das halbe Jahr, das hinter mit liegt, war das krasseste, das ich in meiner Karriere erlebt habe. Diese Erfahrungen sind nicht zu missen. Wir haben gemeinsam viele Höhen und Tiefen erlebt, zum Beispiel fiel eine Kollegin aus und musste rasch adäquat ersetzt werden. Auch das haben wir mit Bravour gemeistert. Solche Erlebnisse haben uns als Gruppe weitergebracht und wir können nun mit Gewissheit sagen, dass wir stark genug sind und ohne Bedenken an die noch ausstehenden Wettkämpfe gehen werden.

Interview: Maya Schmid-Egert

 
 

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