Oberrheintal 04.10.2012 08:02:00

Leistungsschau der Viehzüchter

Leistungsschau der Viehzüchter
OBERRIET. 420 Tiere wurden gestern an der Oberrieter Gemeindeviehschau aufgeführt. Miss Oberriet wurde «Ente» von Felix Zäch, die auch den Schöneuter-Preis der älteren Kühe gewann; jener der jüngeren ging an «Ova» von Wilfried Stieger.
MAX TINNER

Zur Miss Oberriet wurde gestern «Ente» gekürt. Diese schnattert nicht, wie ihr Name vermuten liesse, sondern ist eine edle Braunviehkuh aus dem Stall von Felix Zäch. «Ente» hat es den Schauexperten Emil Alder (Wattwil), Roland Bischof (Stein im Toggenburg) und Marco Wildhaber (Flumserberg) überhaupt angetan, vergaben sie ihr doch auch den Schöneuter-Preis der älteren Kühe. Der Schöneuter-Preis bei den jüngeren Kühen gewann «Ova» von Wilfried Stieger, Hard.

Nicht nur die Schönheit zählt

Auch einen Wirtschaftlichkeitspreis gab es zu gewinnen. Bei diesem kommt es nicht nur auf das Äussere der Kuh an, sondern auch auf die Zeit zwischen dem Kalben und der nächsten Trächtigkeit, auf die Milchleistung und auf die Qualität der Milch. Zwei Kühe erreichten 18 von 24 möglichen Punkten. «Das ist sehr viel», betonten die Juroren. Den Ausschlag gab dann die höhere Lebensleistung von Felix Zächs Kuh. Bei diesem Wettbewerb gab es keine Glocke zu gewinnen. Als Preis winkte ein Gutschein für einen Genomtest - solche Spitzenkühe sind für die weitere Zucht interessant.

Felix Zäch und Guido Benz durften dem Publikum noch zwei weitere aussergewöhnliche Kühe zeigen. Beide Tiere haben schon über 100 000 Liter Milch gegeben, die eine schon über 110 000 Liter. «Das ist für manche kaum vorstellbar», sagte Schauexperte Roland Bischof, «möglich ist es auch nur dank sehr guter Pflege.» Solche lässt die Tiere auch ein hohes Alter erreichen. Dann kommt es vor, dass ganze Generationenreihen nebeneinander im Stall stehen. Armin Sonderegger und Thomas Baumgartner zeigten dem Publikum je eine solche Vier-Generationen-Familie. Vorgeführt wurden ausserdem je eine Nachzuchtgruppe der Stiere «Huray» und «Alibaba».

Viel Aufwand - aber er lohnt sich

Aufgeführt wurden gut 420 Tiere, 30 mehr als im Vorjahr. Der Aufwand ist nicht gering. Schaupräsident Bernhard Kobler ist um drei Uhr in der Nacht aufgestanden, um das Vieh für die Schau herzurichten. «Gegen Morgen fragt man sich da manchmal schon, wozu man sich das eigentlich antut», meinte Kobler, «wenn man dann aber sieht, wie viele Leute an die Schau kommen und welche Freude sie haben, weiss man es wieder.» Die Viehschau diene einem als Züchter ausserdem als Standortsbestimmung. Und nicht zuletzt sei sie Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. In Oberriet kommt sie an: Über die Mittagszeit waren mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher auf dem Schauplatz beim Werkhof.

 
 

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