Rheintal 14.12.2012 01:38:00

Ambulanz näher an Einsatzorte bringen

Ambulanz näher an Einsatzorte bringen
Der Kanton möchte den Rettungsdienst optimieren. Dazu hat er von der Fachhochschule St. Gallen eine Software erarbeiten lassen, die zeigt, wie sich die Anfahrtszeiten an die Einsatzorte ändern, wenn die Standorte der Rettungswagen verlegt werden.
MAX TINNER

ALTSTÄTTEN. Bei der gestrigen Verwaltungsratssitzung der st. gallischen Spitalverbunde in Altstätten stand auch das Rettungswesen auf der Traktandenliste. Zurzeit sind im Kanton zwölf Rettungswagen an zehn Standorten stationiert. Für Verlegungstransporte stehen sechs weitere Krankenwagen zur Verfügung. Wie schnell ein Rettungswagen am Einsatzort ist, hängt davon ab, wo er stationiert ist. Diese Verteilung möchte der Kanton optimieren, mit dem Ziel, flächendeckend möglichst kurze Hilfsfristen zu erreichen. Iqoption www.iqoption.trading/id/ Iqoption di indonesia

Dies ist keine einfache Planungsaufgabe. Früher hätte man auf Landkarten mit Stecknadeln die Standorte der Rettungswagen und potenzieller Einsatzorte abgesteckt und in langen Tabellen Anfahrtswege und -zeiten kalkuliert. Jede Veränderung hat neue aufwendige Berechnungen zur Folge. Das komplexe System auf diese Weise optimieren zu wollen, würde Jahre dauern. Eine vom Institut für Modellbildung und Simulation der Fachhochschule St. Gallen entwickelte Software berechnet und visualisiert die Konsequenzen von Standortverlegungen innert Sekunden.

Zurzeit keine Verlegung geplant

Im Rheintal ist derzeit keine Verlegung von Rettungswagen geplant. Dass man es aber einmal für nötig erachten könnte, wird auch nicht ausgeschlossen: «Die Siedlungen entwickeln sich unterschiedlich», sagt Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann. Dies hat im Sarganserland bereits zu Anpassungen geführt. Auch im Toggenburg wurde der Rettungswagen-Standort kürzlich vom Spital Wattwil, wo man räumlich eingeengt war, ins Feuerwehrdepot Wattwil-Lichtensteig verlegt. Den Entscheid erleichtert hat nicht zuletzt die neue Software, die in der Simulation der Standortverlegung eine Verbesserung der Hilfsfristen ergeben hat, sagt Joachim Krump, Rettungsdienst-Leiter in der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg. Auch für die Region St. Gallen hat man die Auswirkung von Standortverlegungen durchgerechnet und ist zum Ergebnis gekommen, dass sich die Einhaltung der 15-minütigen Hilfsfrist von 85 % noch auf 94 % steigern lässt.

Noch besser werden

Schon mit der heutigen Quote stehe der Kanton St. Gallen als Vorbildkanton da, betont Heidi Hanselmann. Die Simulationen zeigen aber, dass noch Verbesserungspotenzial besteht. In einer Weiterentwicklung könnte die Software auch den Disponenten der Notrufzentrale helfen, jenen Rettungswagen aufzubieten, der am schnellsten am Einsatzort sein kann, sagt Projektleiter Jonas Rüttimann. Auch diverse Flugrettungsdienste, Polizeien und Feuerwehren im In- und Ausland interessieren sich für die Software.

Mehr im Internet auf www.fhsg.ch/ fhs.nsf/de/ims-fhs-rettungsdienst

 
 

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