Oberrheintal 15.06.2013 01:33:00

Mollmoll, än vergnüegte Obig

Mollmoll, än vergnüegte Obig
ALTSTÄTTEN. Mit Mundarttexten von Ueli Bietenhader und einem bunten Strauss kurzer und vergnüglicher Melodien feierten Marta Kowalska und das Seniorenorchester Pro Musica das Zehnjährige.
MAX PFLÜGER

Der musikalisch-literarische Konzertabend im «Chunrat, Haus der Musik» stand unter dem Motto: «Ein Sommernachtstraum». Das passte. Sowohl die aufgeführten musikalischen Werke als auch die Textbeiträge von Ueli Bietenhader kamen leichtfüssig und sommerlich frisch daher. Dem Publikum gefiel es.

Ueli Bietenhader las aus seinem neuen Buch «Mollmoll da sänd no Lüüt». Das Seniorenorchester spielte durchwegs volksnahe und heitere, leicht verdauliche Stücke, keines länger als ein paar Minuten.

Von sich und anderen Altstättern

Ueli Bietenhaders neue Geschichtensammlung erzählt wiederum in urchigem Altstätter Dialekt von sich selbst und von anderen besonderen Altstättern. «Mollmoll!», so beginnt Ueli Bietenhader seine Lesung und zeigt mit theatralischen Gebärden und variantenreichen Betonungen, wie viele verschiedene Bedeutungen in seinem «Mollmoll!» liegen können.

Dann holt er aus und erzählt von seinem Lehrer Ernst Osterwalder, der ein handgreifliches Erziehungsprogramm lebte. Und doch, da gab es nicht nur Tatzen und Ohrfeigen. «Bei ihm habe ich am meisten gelernt», gesteht Bietenhader. «Dä Hefel» war Instrumentenhändler und Musiklehrer und hatte seinen Laden eingeklemmt zwischen «Frauenhof» und Coiffeur Baumgartner. Oft hing an seiner Tür ein Zettel «Bin in zehn Minuten zurück» und dann sass Hefel stundenlang im «Frauenhof» bei Zweier um Zweier. Später folgte dann die Geschichte mit den Explosionen, die Bietenhader als junger Lehrer in den Chemie-Stunden unfreiwillig veranstaltete.

Happy Birthday

Musikalisch unterhielt Pro Musica zuerst mit fünf Melodien aus dem Sommernachtstraum von Henry Purcell.

Zum Zehn-Jahr-Jubiläum erklang das bekannte Lied «Happy Birthday» in vier witzigen Variationen: Feierlich im Andante, bedächtig im Lento, dann österreichisch im Stile eines Strauss-Marsches und lateinamerikanisch als Tango. Den Schluss machte das Orchester mit Melodien im Volkston: Nach drei Appenzeller Tänzen erklangen vier Lieder aus der «Czech Folk Song Suite».

Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum für die vergnügte Stunde.

 
 

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