Rheintal 19.06.2013 01:34:00

Plaston und WEZ ergänzen sich

Plaston und WEZ ergänzen sich
Die Widnauer Plaston-Gruppe übernimmt die WEZ Kunststoffwerk AG in Oberentfelden (Kanton Aargau). Dazu gab uns Plaston-CEO Markus Bormann gestern nachstehendes erläuterndes Interview.

Die Widnauer Plaston-Gruppe hat die Aargauer Firma WEZ per Anfang Juli übernommen. Die Übernahme sei für beide Unternehmen ein Gewinn (s. gestrige Ausgabe). Plaston könne damit ihre Marktposition ausbauen, und WEZ die Nachfolge regeln.

Markus Bormann, wie kam die Übernahme zustande?

Markus Bormann: Wir haben schon längere Zeit nach Möglichkeiten gesucht, unser Industriegeschäft sinnvoll zu ergänzen. Gleichzeitig haben wir erfahren, dass die Firma WEZ in Oberengstringen einen Käufer sucht. Durch persönliche Kontakte kamen wir ins Gespräch und in konkrete Verhandlungen.

Jan Dobry, bis vor drei Jahren CEO bei Plaston, war danach bis vor wenigen Monaten CEO bei WEZ. Ist das und sein erneuter Wechsel Zufall?

Bormann: Ja, das ist Zufall. Wir hatten zwar in den vergangenen Jahren persönlichen Kontakt, die Gespräche zur Übernahme von WEZ durch Plaston fanden jedoch nach dem Ausscheiden von Jan Dobry bei WEZ statt.

Produziert WEZ ebenfalls Werkzeugkoffer?

Bormann: Nein, WEZ stellt technische Kunststoffteile für unterschiedliche Kunden her. Vor allem ist die Marke WEZ jedoch für Logistik-Behälter bekannt.

Was ändert sich für die Plaston-Belegschaft in Widnau?

Bormann: Für die meisten Mitarbeitenden ändert sich nichts. In einigen Bereichen werden wir uns jedoch intensiv austauschen und gegenseitig unterstützen. Wir wollen gegenseitig voneinander profitieren und Synergien nutzen.

Was ändert sich für die WEZ- Belegschaft in Oberentfelden?

Bormann: Vorerst wird sich für die Belegschaft von WEZ auch wenig ändern. WEZ wird einen neuen Geschäftsführer erhalten und die Ausrichtung wird internationaler werden. Darüber hinaus werden wir auch Prozesse stärker synchronisieren und standardisieren.

War WEZ bis jetzt vor allem national ausgerichtet?

Bormann: WEZ ist bis heute stark auf die Schweiz ausgerichtet und hat nur einen geringen Export-Anteil. Wir sehen daher auch gute Wachstumsmöglichkeiten in der Internationalisierung des Geschäftes.

Warum passt WEZ zu Plaston?

Bormann: Weil wir uns gut ergänzen. Beide Unternehmen betreiben ein Projektgeschäft, das mit Transport- und Logistik-Lösungen zu tun hat. Plaston bietet kundenspezifische Industriekoffer, WEZ ist auf Logistik-Behälter spezialisiert. WEZ ist primär in der Schweiz aktiv, Plaston kann den internationalen Marktzugang unterstützen.

War Plaston der einzige Kauf-Interessent?

Bormann: Nein, es gab weitere Interessenten.

Haben Plaston und WEZ gemeinsame Kunden?

Bormann: Ja, einige wenige, jedoch mit unterschiedlichen Produkten. Wir stehen nicht im Wettbewerb zueinander.

Wie wurde die Nachricht in Widnau und Oberentfelden von den jeweiligen Belegschaften aufgenommen?

Bormann: Wir haben die Mitarbeitenden an beiden Standorten persönlich informiert. Die Neuigkeit wurde sowohl bei den Mitarbeitenden von WEZ wie auch bei Plaston positiv aufgenommen.

Was heisst und was ist WEZ?

Bormann: WEZ wurde 1956 von drei Unternehmen gegründet. Die drei Buchstaben sehen für die Walther Bürstenfabrik, die Bürstenfabrik Ebnat-Kappel sowie die Verzinkerei Zug.

Interview: René Schneider

 
 

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