Unterrheintal 12.07.2013 07:58:00

Nach dem grossen Regen

Nach dem grossen Regen
REGION. Der lang anhaltende Regen und die übernässten Böden führten Anfang Juni zum grossen Hochwasser im Mittel- und Oberrheintal. Jetzt wurden verschieden Massnahmen beschlossen.

«Die Einsatzkräfte, die beim grossen Hochwasser Anfang Juni im Einsatz standen, haben eine ausserordentliche Leistung erbracht und hervorragend zusammengearbeitet», teil der Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen mit. Doch trotz Dauereinsatz konnte das Hochwasser entlang des Rheintaler Binnenkanals nicht verhindert, sondern das Ausmass der Überflutungen nur eingeschränkt werden.

Dafür verantwortlich waren vorwiegend zwei Gründe: Die Niederschlagsmengen Ende Mai und Anfang Juni gehörten zu den grössten, die je gemessen wurden. Zudem waren die Böden wegen des regnerischen Frühlings bereits völlig übernässt und konnten die Wassermengen nicht mehr aufnehmen. Der Verwaltungsrat des Zweckverbands Rheintaler Binnenkanalunternehmen, bestehend aus den Gemeindepräsidenten Roland Wälter, Thomas Ammann, Christa Köppel, Rolf Huber und Stefan Suter, analysierte zusammen mit Experten und Vertretern des Rheinunternehmens detailliert das Hochwasserereignis vom 1./2. Juni und die tatkräftige Arbeit der Einsatzkräfte.

620 Gebäude betroffen

Der Binnenkanal selbst trat im Siedlungsgebiet nur an einigen Stellen über die Ufer, doch waren in den betroffenen Quartieren die Schäden an den Liegenschaften erheblich. Der hohe Wasserstand des Binnenkanals führte zu Rückstau in den Zuflüssen, wobei grosse Gebiete - auch viel Landwirtschaftsland - durch Bach- und Flusswasser geflutet wurden. Der entstandene Schaden ist beträchtlich: Insgesamt waren 620 Gebäude zwischen Sennwald und St. Margrethen von diesem Hochwasser betroffen, die Schadenssumme ist derzeit noch unklar.

Weiter optimieren

Zwar befindet sich das Vorprojekt Hochwasserschutz Rheintaler Binnenkanal in Arbeit, doch wird die Umsetzung dieses anspruchsvollen Vorhabens auch aus verfahrenstechnischen und rechtlichen Gründen noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Deshalb beschloss der Verwaltungsrat des Zweckverbands aufgrund der Analyseergebnisse kurz- bzw. mittelfristige Überprüfungen und Massnahmen, um auf weitere mögliche Hochwasserereignisse noch besser vorbereitet zu sein. So werden die Notfallkonzepte der Gemeinden, die Anschaffung und Koordination von mobilen Geräten sowie die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte weiter optimiert. Die durch das Hochwasser entstandenen Schäden und Senkungen am Hochwasserschutzdamm sind bereits wieder saniert.

Das Hochwasserschutz-Vorprojekt sieht einen massvollen Teilausbau des Binnenkanals unterhalb der Rietaach, einen Damm entlang der Balgacherstrasse mit Drosselbauwerk und einen Hochwasserrückhalteraum oberhalb der «Drei Brücken» vor. Die aktuellen Erkenntnisse des Hochwassers vom 1./2. Juni fliessen selbstverständlich in die derzeitigen Projektarbeiten ein. (pd)

 
 

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