Piazza 28.08.2013 02:36:00

«Prüfen Sie Ihre Messungen»

«Prüfen Sie Ihre Messungen»
vEin Töfffahrer aus Lindau fuhr am Altstätter Stoss mit 63 km/h durch das Radar der Polizei. Die Messung sei falsch, sagt er. Er habe selber gemessen.
RENé SCHNEIDER

Der Ingenieur in Maschinenbau und freie Unternehmensberater aus Lindau ist aktuell schlecht auf die Schweiz zu sprechen. Die Kantonspolizei St. Gallen hat ihn mit seinem Töff am 31. Juli um 14.56 Uhr am Stoss innerorts mit 63 km/h gemessen. In einem seltsamen Schreiben an die Kapo und verschiedene Medien-Redaktionen rechtfertigt sich der Lindauer: «Richtig, ich war zur fraglichen Zeit am fraglichen Ort. Richtig, ich war etwas zu schnell, aber nicht mit 63 km/h, sondern mit maximal 56 km/h unterwegs.» Als Beleg liefert der Ingenieur angeblich unveränderte und auf 0,2 km/h genaue Aufzeichnungen seines eigenen GPS-Gerätes mit.

Er behaupte nicht, schreibt er, dass die Polizei die Messung manipuliert habe. Aber er zweifelt deren Richtigkeit an. Einsprache erheben mag er trotzdem nicht: «Ich lege ausdrücklich keinen Widerspruch gegen die Übertretungsanzeige ein. Ich würde in der Schweiz nur viel Zeit und mehr Geld lassen, aber glaube nicht an eine Chance, recht zu bekommen. Die Geldbusse habe ich bezahlt.» Er werfe sich einzig vor, «wieder einmal in der Schweiz gewesen zu sein».

Gian Andrea Rezzoli von der Medienstelle der Kantonspolizei sagt zum Schreiben aus Lindau: Wer eine Messung anzweifelt, kann dagegen Rekurs einlegen. Die Chancen, dass diesem stattgegeben wird, ist aber gleich null. Die Radargeräte würden vom Bundesamt für Metrologie geeicht und jährlich überprüft.

 
 

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