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9442 Berneck
Gemeinderatskanzlei
Berneck
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Berneck
Konzept für Loch- und Sackbach liegt vor
Der Gemeinderat hat durch das Ingenieurbüro Bänziger Partner AG ein
Bachsanierungskonzept für den Loch- und Sackbach ausarbeiten
lassen. Am kommenden Samstag findet eine öffentliche Besichtigung
beim Geschiebe- und Treibholzfang Dürrenbommert statt.
Der Gemeinderat Berneck befasst sich schon seit 30 Jahren mit der Sanierung des
Lochbachs. 1987 wurden erste Berechnungen erstellt. Drei Varianten wurden untersucht,
nämlich Sanierung des Lochbachs am bestehenden Verlauf, Neuverlegung in die Neugass
oder die Ableitung über das Schlössli in den Littenbach. Für die Variante Schlössli mit Tief-
oder Hochstollen wurden Sondierungen durchgeführt. Die Weiterbearbeitung wurde aber
damals eingestellt, weil vorerst die generelle Entwässerungsplanung und die Gefahrenkarte
abgewartet werden sollte.
Bachsanierungskonzept
Im Jahr 2008 setzte der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe Lochbach unter dem Vorsitz von
Gemeindepräsident Jakob Schegg ein. Weiter wirken darin Christian Siegrist, Gemeinderat,
Peter Dietsche, ehemaliger Gemeinderat und Bauingenieur, Urs Holenstein, Bauamtschef,
Orlando Ferrari, GEP-Ingenieur, Philipp Gyr, Wasserbau Kanton St. Gallen, und der
beauftragte Ingenieur Reto Walser von der Bänziger Partner AG, Oberriet, mit. Die Arge
hatte die Aufgabe, die bisher geleisteten Vorarbeiten in das Projekt zu integrieren,
Varianten für die neue Linienführung zu prüfen und ein Vorprojekt mit Kostenschätzung und
Zeitplan zu erstellen. Es zeigte sich sofort, dass bei der Bearbeitung des Lochbachs auch
der Sackbach miteinbezogen werden muss, da sich dieser im Hinterdorf mit dem Lochbach
vereinigt.
Gefahrenkarte erstellt
Nach dem grossen Unwetterereignis 2002 wurde die Gefahrenkarte in Bezug auf die
Gewässer durch die Sektion Naturgefahren des Kantons St. Gallen erarbeitet und im

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letzten Jahr ergänzt. Bei inskünftigen Baugesuchen wird die Gefahrenkarte jeweils
miteinbezogen. Die Gefahrenkarte kann unter www.geoportal.ch herunter geladen werden.
Die Daten sind dort unter - Darstellen - Risiken und Gefährdung auffindbar.
Konzept liegt vor
Das Ingenieurbüro Bänziger Partner AG, Oberriet, hat mit Begleitung durch die Arge
Lochbach und das kantonale Wasserbauamt ein Bachsanierungskonzept ausgearbeitet.
Der Gemeinderat nahm einen Augenschein am gesamten Bachlauf vor.
Anstösser informiert
Die Anstösser des Loch- und Sackbachs im Sanierungsgebiet wurden zu einer Information
über das ausgearbeitete Konzept eingeladen.
Ingenieur Reto Walser stellte die Ist-Situation und das Konzept vor. Die Kapazitäten des
Loch- und Sackbachs sind im Dorfgebiet überall ungenügend. Teilweise ist auch der
bauliche Zustand der Eindolungen schlecht. Es sind deshalb Schutzdefizite vorhanden.
Gesetzliche Vorgaben
Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz führt aus, dass Fliessgewässer nur verbaut
oder korrigiert werden dürfen, wenn der Schutz von Menschen oder erheblichen
Sachwerten es erfordert. Dabei muss der natürliche Verlauf des Gewässers möglichst
wieder hergestellt werden. Gewässer und Ufer müssen so gestaltet werden, dass sie einer
vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dienen können.
Bund und Kanton verlangen somit bei Sanierungsarbeiten an einem eingedolten Gewässer
grundsätzlich deren Offenlegung.
Ausbau und Offenlegung
Das Konzept sieht einen Ausbau für eine Dimensionierungshochwassermenge HQ100 vor,
d.h. für ein Hochwasser, das theoretisch einmal in 100 Jahren vorkommen kann.
Das Konzept betrifft den Lochbach auf einer Länge vom Lochrank bis zur Einmündung in
den Kübach von rund 880 Metern. Gemäss Konzept würden rund 610 Meter offen und ca.
270 Meter eingedolt erfolgen.
Der Sackbach weist eine Ausbaulänge von rund 235 Metern auf. Er würde dabei auf einer
Länge von 150 Metern offen und auf einer solchen von rund 85 Metern geschlossen
geführt.
Grosse Baukosten
Die Kostenschätzung für das Bauvorhaben liegt bei rund 7,5 Millionen Franken. Die
Finanzierung erfolgt zu rund zwei Dritteln durch den Bund und Kanton. Ein Drittel muss die
Gemeinde Berneck tragen. Der Loch- und Sackbach werden im dann ausgebauten Teil als
Gemeindegewässer eingestuft.

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Der Landbedarf für die Offenlegung erfordert rund 4’000 Quadratmeter. Die Verhältnisse im
überbauten Dorfgebiet sind sehr eng. Es müssen angepasste Lösungen gefunden werden.
Anhand von Fotos aus einer anderen St. Galler Gemeinde konnte die Machbarkeit
vorgestellt werden.
Weitere Bearbeitung
Es handelt sich, wie bei der Präsentation mehrmals betont wurde, um ein Konzept bzw. um
die schematische Darstellung einer Idee ohne Details.
Es erfolgen nun Einzelgespräche und Abklärungen mit den betroffenen Grundeigentümern.
Anschliessend wird ein Vorprojekt ausgearbeitet und ein Finanzierungsgesuch beim Kanton
und Bund eingereicht. Das Projekt und der Kredit werden dann der Bürgerschaft von
Berneck an einer Urnenabstimmung unterbreitet. Die Terminvorstellung für eine
Realisierung liegt in den Jahren 2013 bis 2015, sofern keine unvorhergesehenen Probleme
oder Ereignisse auftreten.
Besichtigung Rückbehalt Dürrenbommert
Am Samstag, 28. August 2010, findet beim Geschiebe- und Treibholzfang Dürrenbommert
eine öffentliche Besichtigung statt. Die offizielle Begrüssung und der Baurückblick erfolgen
um 14 Uhr.
Die Bevölkerung von Au und Berneck ist zur Besichtigung des neuen Rückhaltebeckens
und zum Besuch einer kleinen Ausstellung in der Aula des Schulhauses Bünt über das
ausgeführte Projekt sowie die künftigen Bauvorhaben herzlich eingeladen.
Es werden anschliessend an den offiziellen Teil ein Apéro und eine Bratwurst bis 16.30 Uhr
offeriert.
Bei allzu schlechter Witterung wird der offizielle Teil unter die Rathausbögen verlegt.
Die Gemeinderäte von Au und Berneck sowie die Kommission des Littenbach-Aecheli-
Unternehmens Au - Berneck freuen sich auf viele Besucherinnen und Besucher.

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Am Samstag, 28. August 2010, 14.00 Uhr, findet eine öffentliche Besichtigung des Geschiebe- und Treibholzfangs Dürrenbommert mit
anschliessendem Apéro statt.
Demission Winterhilfe
Ines Guntli-Kaufmann, Nelkenweg, Berneck, die die Winterhilfe während der vergangenen
fünf Jahre betreute, hat mitgeteilt, dass sie ihr Engagement in andere Hände legen möchte.
Der Gemeinderat dankt ihr jetzt schon herzlich für ihren Einsatz zu Gunsten der
Benachteiligten in der Gemeinde.
Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger wird gesucht. Personen die sich einen solchen
sozialen Einsatz vorstellen könnten, erfahren weitere Einzelheiten bei Gemeinderätin
Margrit Wellinger, Präsidentin der Winterhilfekommission Berneck.
Rosenburg-Ausstellung nochmals offen
Auch am kommenden Wochenende ist die Ausstellung „Obervögt und Habermuas“ über die
Geschichte der Rosenburg im Haus zum Torggel geöffnet. Die Öffnungszeiten sind jeweils
von 14 bis 17 Uhr. Auf einem Rundgang können das Wandgemälde im Restaurant
Brauerei, das blaue Zimmer im Haus Schmied Hensel an der Burggass und als Bijou das
Schlössli Rosenberg besichtigt werden.
Festwirtschaftspatent gewährt
Der Musikschule Unterrheintal ist das Festwirtschaftspatent für die traditionelle
Veranstaltungsreihe „Konzertcafé“ vom 6. bis 10. September in der Kantine der mobil
Werke AG in Berneck erteilt worden. Die Konzertabende beginnen jeweils mit einem
Vorprogramm um 19.30 Uhr.

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